Seit mehr als 25 Jahren besteht eine lebendige Partnerschaft zwischen der Kolpingsfamilie Bochum-Linden und der polnischen Kolpingsfamilie in Krakau Nowy Biezanow. Auf Bistumsebene unterhält der Kolping-Diözesanverband Essen ebenfalls partnerschaftliche Beziehungen mit dem Kolpingwerk in Polen. Auch wenn die Corona-Pandemie in den letzten zwei Jahren die Kontakte stark eingeschränkt hat, sind wir sehr stolz auf unsere jahrzehntelangen völkerverbindenden Aktivitäten und werden diese auch in Zukunft weiter pflegen und ausbauen.

Newsletter des Kolpingwerk Diözesanverband Essen
Quelle: Newsletter des Kolpingwerk Diözesanverband Essen

Aktuell hat uns ein Hilferuf des polnischen Kolpingwerks erreicht, das sich mit Kolpingsfamilien an der polnisch- ukrainischen Grenze um Flüchtlinge aus der Ukraine kümmert, die in immer größer werdender Zahl vor dem Angriffskrieg der Russen auf die Ukraine nach Polen flüchten. Im Kolpinghaus der Kolpingsfamilie in Luborzyca bei Krakau sind Flüchtlinge aus den ukrainischen Kolpingsfamilien in Lwiw (Lemberg) und Tarnopol untergekommen. Weitere Gruppen treffen laufend ein. Zusammen mit der Kolpingsfamilie Lipnica Mala und unserer Partnerschaftsfamilie in Krakau Nowy Biezanow sorgt man für den Transport von der Grenze in die Flüchtlingsunterkünfte. Dort werden die Frauen mit ihren Kindern, Jugendliche, Ältere und Behinderte mit warmen Mahlzeiten, Kleidung, Medikamenten und Spielzeug versorgt. Mit einem gespendeten Mercedes Sprinter organisieren unsere polnischen Kolpinggeschwister Transporte mit Hilfsgütern nach Uzhorod in der Ukraine. Wir danken unseren polnischen Kolpingschwestern – und brüdern für dieses großartige Beispiel für die Stärke und den Zusammenhalt im internationalen Kolpingwerk.

Um diese vielfältigen Aufgaben weiter erfüllen zu können, werden vor allem Geldspenden benötigt, z.B. für die Anschaffung von Waschmaschinen im Kolpinghaus in Luborzyca. Allein unsere Partnerschaftsfamilie in Krakau Nowy Biezanow hat – zusätzlich zu ihren Sachleistungen – bereits 2.270 PLN (ca. 475 Euro) an die Stiftung des polnischen Kolpingwerks gespendet.

Unsere Kolpingsfamilie sieht sich mit Blick auf unsere mehr als 25-jährige Partnerschaft mit Polen in einer besonderen Verantwortung, dem Hilferuf unserer polnischen Freunde Folge zu leisten. Der Vorstand unserer Kolpingsfamilie hat daher spontan eine Sofortzahlung aus der Kolpingkasse in Höhe von 250 Euro beschlossen. Weiterhin haben wir eine Spendenaktion innerhalb unserer Kolpingsfamilie initiiert und zu Geldspenden an die Stiftung des Kolpingwerks Polen aufgerufen. Alle bislang eingegangenen und künftig noch eingehenden Zuwendungen wurden bzw. werden unmittelbar an das polnische Kolpingwerk weitergeleitet. Stand 20.3.2022 sind dies 1.250 Euro plus die 250 Euro aus der Kolpingkasse. Wir danken allen Spendern sehr herzlich für ihre Solidarität und Hilfsbereitschaft.

Wenn auch Sie noch helfen wollen, bitten wir um Ihre Spende (Stichwort: Ukrainehilfe Polen) durch Überweisung auf unser Konto IBAN DE46 4304 0036 0263 4400 00 bei der Commerzbank Bochum. Auf Wunsch stellen wir Ihnen eine steuerlich geltend zu machende Zuwendungsbestätigung zur Verfügung.

Lothar Wischnewski

Protokoll der Jahreshauptversammlung Kolpingsfamilie Bochum-Linden e.V. am 2. Oktober 2021 im Gemeindezentrum: 


Foto der Jubilare und Jubilarinnen 2021


Vorstand der Kolpingsfamilie Bochum Linden

Kurz vor dem ersten Corona Lock down im März 2020 konnte die Kolpingsfamilie Bochum-Linden e.V. ihre vorerst letzten beiden Karnevalssitzungen im Februar 2020 durchführen. Dementsprechend waren wir in der Lage, den daraus resultierenden Überschuss – wie in allen Jahren zuvor – für vielfältige karitative Zwecke sowohl in der Liebfrauen-Gemeinde als auch lokal als auch überregional zu spenden, insgesamt 2.350 Euro im Jahr 2020.

Coronabedingt wurde im Jahr 2021 kein Karneval gefeiert. Der Vorstand der Kolpingsfamilie hat dennoch trotz fehlender Einnahmen aus dem Karneval beschlossen, auch 2021 eine Reihe von gemeinnützigen und karitativen Einrichtungen zu unterstützen: Insgesamt 2.500 Euro, die wir zum Teil aus unseren Rücklagen entnommen haben.

Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hat auch den Bochumer Südwesten stark betroffen. Insbesondere die direkt an der Ruhr in Bochum-Dahlhausen beheimateten Vereine haben schwere Schäden an ihren Vereinsheimen und Einrichtungen erlitten. Wir haben den mit uns befreundeten Vereinen LDKC Linden-Dahlhauser Kanuclub, LDSV Linden-Dahlhauser Schwimmverein sowie der Ruhrlandbühne e.V. spontan jeweils 350 Euro zur Linderung akuter Not gespendet.

In der Gemeinde Liebfrauen fließen regelmäßig Zuwendungen an den Kath. Bau- und Förderverein Liebfrauen Bochum-Linden e.V. (1.250 Euro in 2020/2021) zur Mitfinanzierung notwendiger Renovierungen und Instandhaltungen der unter Denkmalschutz stehenden Liebfrauenkirche (u.a. Sanierung des Kirchendachs) und des Gemeindezentrums.

Seit mehr als 10 Jahren engagieren wir uns durch regelmäßige Geldspenden (1.000 Euro in 2020/2021) bei der Ausbildung junger Studenten in dem Priesterseminar in Kampala, der Hauptstadt Ugandas (Ostafrika). Dort werden ca. 200 junge Männer zu katholischen Priestern ausgebildet, denen es ohne Unterstützung  nicht möglich wäre, für Unterkunft und Verpflegung aufzukommen. Coronabedingt konnte der Leiter des Priesterseminars, Dr. Paul Masolo, der im Normalfall jeweils im Sommer hier in Linden einige Wochen verbringt und mittlerweile mit vielen Gemeindemitgliedern freundschaftlich verbunden ist, die Spenden leider nicht persönlich entgegennehmen.

Ebenfalls seit vielen Jahren unterstützen wir das von unserer Kolpingschwester Veronika Brock-Frilling 2001 ins Leben gerufene Projekt „Kamuli Mission Hospital“ in Uganda. Mit den Mitteln des gleichnamigen Fördervereins wurde in den letzten Jahren ein Wohnheim für benachteiligte junge Mädchen und Frauen errichtet und weiter ausgebaut. Aktuell darf man dort auch ausbilden: Erstmals 2018 haben 54 Mädchen ihre Ausbildung als Schneiderin oder Friseurin abgeschlossen als Basis für ein selbständiges Leben. Der Unterhalt dieses vorbildlichen Projekts erfordert weiterhin regelmäßige Zuwendungen. Wir haben hierzu in den Jahren 2020/2021 mit 600 Euro beigetragen, die in erster Linie dazu verwendet wurden, die durch die Corona-Pandemie verursachten Nöte zu lindern, z.B. zum Kauf von dringend benötigten Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Unsere Hochachtung gilt dem enormen persönlichen Engagement von Veronika Brock-Frilling, die es sich nicht nehmen lässt, regelmäßig nach Uganda zu reisen und vor Ort ihre Hilfe zu platzieren.

 

Die Provinz Piaui gehört zu den ärmsten und wirtschaftlich schwächsten Regionen im Nordosten Brasiliens. Hinzu kommen immer wieder Naturkatastrophen durch Überschwemmungen und dadurch bedingte Ernteausfälle. Durch unsere langjährige gezahlte Unterstützung an das Internationale Kolpingwerk (400 Euro im Jahr 2020) tragen wir mit dazu bei, die Not der Bevölkerung zu lindern und ihnen eine Perspektive durch nachhaltige Entwicklungsprojekte wie Ausbildung, Bau von Zisternen und Förderung von genossenschaftlichen Kleinbetrieben zu geben.

Weitere Spenden gingen an das Frauenhaus Bochum, das Hospiz St. Hildegard und Misereor.

Wir danken allen Freunden und Förderern unserer Kolpingsfamilie, die es erst durch ihre Mitwirkung (durch Besuch unserer Karnevalsveranstaltungen, Kauf unserer Karnevalssticker, Inserate in unserer Karnevalsbroschüre, Geldspenden und Sponsoring) möglich machen, dass sich die Kolpingsfamilie Bochum-Linden in diesem Umfang gemeinnützig engagieren kann!



Ergänzende Information zu Tagesordnungspunkt 8 „Abstimmung über eine Satzungsänderung“

Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Auswirkungen auf Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen, die nicht in Präsenz stattfinden konnten, führten zu einem beschleunigten Einsatz digitaler Technik. Seit mehr als einem Jahr werden auf allen Ebenen des Verbandes vielfältige Erfahrungen bei der Durchführung digitaler Sitzungen gesammelt. Auch in Zukunft soll es möglich sein, dass Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen der Kolpingsfamilien digital tagen können.

Das Bundespräsidium hat daher einen entsprechenden Mustertext zur Ergänzung der Satzungen der Kolpingsfamilien beschlossen, der die digitale Durchführung von Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen in Kolpingsfamilien auf Dauer juristisch abgesichert ermöglicht.

Die Satzungsergänzung sieht vor, dass eine Mitgliederversammlung auch in Form einer Telefon- oder Videokonferenz und eine Vorstandssitzung auch per Email, Videokonferenz oder in einer gemischten Sitzung mit Anwesenden und per Videokonferenz/anderen Medien/Telefon stattfinden kann. 

Wir wollen die Satzung unserer Kolpingsfamilie gemäß dieses Mustertextes anpassen. Die entsprechenden Änderungen bzw. Ergänzungen sind der separaten Anlage zu entnehmen und gelb gekennzeichnet.

Der Vorstand bittet die Mitgliederversammlung vom 2.10.2021 um Zustimmung zu dieser Satzungsänderung. Hierzu ist eine Mehrheit von ¾ der anwesenden Kolpingmitglieder erforderlich. Stimmenthaltungen gelten als nicht abgegeben. Eine Stimmengleichheit gilt als Ablehnung.

Nach langer Zeit der Corona-Tristesse konnten unsere Kolpingmitglieder mal wieder in Gedanken, Wort und Bild auf eine Reise in die weite Welt gehen.

Unsere Kolpingmitglieder Anna und Lothar Wischnewski erzählten über ihre Australienreise im März 2017. Anna Wischnewski hatte die Erlebnisse von dieser Reise in einer bunten Fotoshow zusammengefasst, die die rd. 20 Teilnehmer der Monatsversammlung für ca. 90 Minuten mit einer Vielzahl von beeindruckenden Fotos auf die andere Seite des Globus entführte.

Zunächst gab es einen kurzen Einblick in das moderne Dubai am persischen Golf, wo das Ehepaar Wischnewski auf ihrem langen Flug nach Australien einen zweitägigen Zwischenstopp eingelegt hatte. Nach der Ankunft in Melbourne ging es in einer einwöchigen Rundreise mit dem Mietwagen auf der Great Ocean Road durch den Südwesten von Australien zunächst an der Küste entlang durch den Otway National Park, weiter in das Landesinnere zum Grampians National Park und zurück nach Melbourne. Nach dem Weiterflug nach Sydney und einem zweitägigen Stadtbummel mit Harbour Bridge, Opera und Botanic Garden ging es an Bord der MS Artania, einem Kreuzfahrtschiff der Phönix-Reederei, die auf einer mehrwöchigen Weltreise in Sydney Station machte. Weiter führte die Reise mit dem Schiff rund um den Süden und Westen von Australien mit den Stationen Melbourne, Kangoroo Island, Adelaide, Perth, Exmouth, Broome bis nach Indonesien zur Insel Bali mit einem Zwischenstopp auf Komodo Island mit Besichtigung der urzeitlichen Komodo-Warane. 

Die Teilnehmer konnten sich einen umfassenden Eindruck von der vielfältigen Natur (üppige Regenwälder, menschenleere Wälder und Berge, heiße Wüsten) und der dortigen Tierwelt (Koalas, Emus, Kängurus etc.), einsamen Stränden, aber auch von lebendigen Metropolen und imposanter Architektur verschaffen. Fazit: Ein informativer und kurzweiliger Abend.