Das Jubiläumsjahr 2019 hatte mit dem Besuch einer aus 4 Personen bestehenden Delegation, darunter der Nationalpräses des polnischen Kolpingwerks Prälat Jozef Jakubiec und die erste Vorsitzende unserer Partnerschaftsfamilie Bogumila Budny, in Linden vom 17.- 20.5.2019 seinen ersten Höhepunkt. Am letzten Septemberwochenende (27.-30.9.2019) erfolgte nunmehr der Gegenbesuch unserer Kolpingsfamilie in Krakau. Bereits am Flughafen in Krakau wurden die 7 Teilnehmer aus Linden (Werner Lerch, Andreas Scharff, Christel und Willi Stahlschmidt, Andreas van den Hövel, Benno Wübbel, Lothar Wischnewski) herzlich von unseren Krakauer Freunden begrüßt und zum Hotel gefahren. Beim ersten Zusammentreffen am Abend mit 8 Mitgliedern der Kolpingsfamilie Krakau Nowy Biezanow in einem gemütlichen Restaurant in der Krakauer Altstadt wurden gemeinsame Erinnerungen und Erlebnisse ausgetauscht und das eine oder andere Piwo (Bier) getrunken.

Am Samstagvormittag konnten wir uns bei einer von Lukasz Mateja organisierten Führung durch das unterirdische Museum bei den Tuchhallen einen Eindruck verschaffen, wie das Leben im mittelalterlichen Krakau gewesen ist. Nach mehrjährigen Ausgrabungen findet man seit 2005 ca. 5 m unter dem Niveau des heutigen Marktplatzes alte Straßen- und Gebäudereste, eindrucksvoll mit Licht- und Toneffekten in Szene gesetzt, die die Vergangenheit wieder lebendig machen.

Am Abend dann der musikalische Höhepunkt unseres Wochenendes: Anlässlich des 50- jährigen Priesterjubiläums von Prälat Jozef Jakubiec konnten wir in der Kirche Heilige Familie in Nowy Biezanow die Aufführung der „Gloria“ –Messe, eine der bekanntesten Kompositionen von Antonio Vivaldi und eine der am häufigsten aufgeführten geistlichen Vokalwerke aus dem Barock, erleben. Zu den hochkarätigen Interpreten gehörte neben dem Krakauer Radio Symphonie-Orchester und zwei stimmgewaltigen Solistinnen auch Lukasz Mateja an der Orgel und der Chor „Familia“ unter Leitung von Beata Kaczmarska, beide uns gut bekannt aus vielen Partnerschaftstreffen. Gänsehaut pur!

Die Heilige Messe am Sonntag in der Kirche Heilige Familie stand nochmals ganz im Zeichen des 50-jährigen Priesterjubiläums von Prälat Jakubiecz. Als Zelebranten gaben zwei Bischöfe und eine Vielzahl von Priesterkollegen von Prälat Jakubiec der Messe in der voll besetzten Kirche einen würdigen Rahmen. Die musikalische Begleitung erfolgte durch Lukasz Mateja auf „unserer“ Lindener Orgel, die hier in Nowy Biezanow nach Generalüberholung noch immer gute Dienste leistet, und den Chor „Familia“.

Bei der anschließenden Feier der 25-jährigen Partnerschaft unserer beiden Kolpingsfamilien wurde Willi Stahlschmidt mit dem Ehrenabzeichen des polnischen Kolpingwerks ausgezeichnet für seine langjährigen Verdienste um die Pflege der polnisch-deutschen Partnerschaft. Die gleiche Auszeichnung erhielt der schwer erkrankte Tadeusz Miasko, bis vor einiger Zeit noch erster Vorsitzender der Kolpingsfamilie Nowy Biezanow.

Unser Besuch in der sehenswerten Stadt Krakau und unsere Treffen mit den Mitgliedern der Kolpingsfamilie Nowy Biezanow waren erneut ein tiefgreifendes emotionales Erlebnis für alle Teilnehmer. Auf beiden Seiten ist man sich einig, dass die nunmehr seit 25 Jahren bestehende Partnerschaft auch zukünftig sorgsam gepflegt und durch regelmäßige Kontakte lebendig gehalten werden muss. Als Termin für den nächsten Besuch unserer polnischen Freunde in Linden wurde die 2. Maihälfte 2020 ins Auge gefasst.

Auch auf dem diesjährigen Gemeindefest der Liebfrauengemeinde waren Mitglieder und Freunde der Kolpingsfamilie Bochum-Linden mit mehreren Angeboten engagiert:
Wie jedes Jahr sorgten sie auf dem Bierstand dafür, dass die zahlreichen  Besucher des Gemeindefestes bis in den späten Abend ausreichend mit alkoholischen und nichtalkoholischen Getränken versorgt waren.

Am Freitagabend beim Dämmerschoppen bildete der Auftritt unseres Kolpingchores (gemeinsam mit dem Männerchor St. Engelbert) mit launig vorgetragenen volkstümlichen Liedern traditionell den Auftakt für die drei Festtage.

Am Sonntag nach der Hl. Messe regte der Duft von frisch gebackenen Reibeplätzchen den Appetit der Messe- und Festbesucher an. Aufgrund der großen Nachfrage musste die Standbesatzung bereits nach 2 Stunden melden: Ausverkauft!

Nicht zu vergessen das aus Kolpingmitgliedern bestehenden PlaGe-Team, das unser Gemeindefest bereits viele Monate vorher akribisch vorbereitet und an allen drei Tagen immer präsent ist, sei es beim Auf- und Abbau, der Sorge für einen planmäßigen Ablauf des Festes oder bei der Lösung von kleinen und großen Problemen.
Herzlichen Dank an alle Engagierten, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit für das Gelingen des Gemeindefestes einsetzen, damit die Gäste ihren Besuch auf dem Fest genießen können.


Das Jubiläumsjahr 2019 hatte mit dem Besuch einer Delegation aus Polen in Linden vom 17.-20.5.2019 seinen ersten Höhepunkt. Von der Ankunft am Flughafen Dortmund am Freitag bis zum Abflug nach Krakau am Montag  erlebten unsere vier Gäste, darunter der Nationalpräses des polnischen  Kolpingwerks Jozef Jakubiec und die erste Vorsitzende unserer Partnerschaftsfamilie Bogumila Budny, ein vollgepacktes  Besuchsprogramm.

Nach der herzlichen Begrüßung am Flughafen und einem ersten gemeinsamen Abendessen  in launiger Runde konnten sich die Gäste in ihren privaten Quartieren von den Anstrengungen der Anreise erholen. Vielen Dank an das Ehepaar Stahlschmidt und Pfarrer Köster für ihre Gastfreundschaft.

Am nächsten Morgen stand bei herrlichem Sommerwetter eine erste Exkursion  mit zwei Autos nach Dorsten auf dem Programm. Bei der Führung durch die im Barockstil prächtig ausgestatteten  Räume des Wasserschlosses Lembeck konnten sich die polnischen Kolpinggeschwister einen Eindruck von der Geschichte des Schlosses und der Lebensweise der adligen Besitzer verschaffen. Nach einem Rundgang durch den Barockgarten und die Außenanlagen des Schlosses endete der Ausflug bei Kaffee und Kuchen im Schlosscafé.

Auf der offiziellen Jubiläumsfeier am Samstagabend im Gemeindezentrum gab es nach dem leckeren Buffet Gelegenheit, dem Präses Jakubiec zu seinem 50-jährigen Priesterjubiläum am 30.3.2019 zu gratulieren (bemerkenswert ist, dass die Priesterweihe im Jahr 1969 vom späteren Papst Johannes Paul II vorgenommen wurde), Gastgeschenke auszutauschen und vor allem den Fortbestand der Partnerschaft durch Unterzeichnung einer in polnisch und deutsch  ausgefertigten Urkunde  zu besiegeln. Eine Präsentation mit Fotos aus 25 Jahren einer lebendigen und von regelmäßigen gegenseitigen Besuchen und Kontakten geprägten Freundschaft zwischen den Mitgliedern der beiden Kolpingsfamilien ließ eine Vielzahl von Erinnerungen wach werden. Schade nur, dass statt der angemeldeten 55 nur 40 Teilnehmer erschienen sind.
Der Sonntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück im Haus der Eheleute Wischnewski. Um 11.30 Uhr wurde die Hl. Messe in unserer sehr gut gefüllten Liebfrauenkirche mit Pfarrer Thomas Köster und Präses Jakubiec würdevoll gefeiert, stimmkräftig begleitet durch unseren Kolpingchor in Gemeinschaft mit dem Männerchor von St. Engelbert. Die stellvertretende Bundesvorsitzende des Kolpingwerk Deutschland Klaudia Rudersdorf überbrachte bei dem anschließenden kleinen Sektempfang herzlichen Grüße und Glückwünsche des Verbandes.

Während am Nachmittag Jozef Wronski, der an der päpstlichen Universität in Krakau als Professor für Kirchengeschichte tätig ist, zusammen mit Benno Wübbel  eine kulturhistorische Tour durch einige Kirchen und Klöster unserer Region unternahmen, genossen die verbleibenden Gäste auf der Terrasse der Eheleute Wischnewski  bei Kaffee und Kuchen, einem Gläschen Wein und einem leckeren Schnäpschen das herrliche Sommerwetter. Der Sonntag klang in gemütlicher Runde beim Abendessen im Haus Linden und mit dem auch bei den deutschen Kolpingern gut bekannten Lied  „Sto Lat!“ aus.

Am Montag mussten sich unsere Gäste leider nach Hause verabschieden. Auf dem Weg zum Flughafen wurden noch Einkäufe für die Daheimgebliebenen im Ruhrpark und in der Dortmunder City erledigt. Um 16 Uhr hieß es dann, sich endgültig zu verabschieden und auf das Wiedersehen beim Gegenbesuch Ende September in Krakau zu freuen.